Gesundheit und Pflege in der Stadt und Gemeinde für die Menschen erfahrbar machen

Veröffentlicht am 15.05.2024 in Kommunalpolitik

Der Schlüssel zur Lebensqualität ist Gesundheit. Sie so lange wie möglich zu erhalten, ist eine wichtige Aufgabe. Wer krank wird soll rasche Heilung erfahren, gute Pflege soll ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen. Das gehört zur Daseinsvorsorge. Städte, Gemeinden und Landkreise haben dabei wichtige Aufgaben. 

Gesundheitsvorsorge:

Wohnen und Leben in einer intakten Umwelt erhalten und fördern die Gesundheit. Für Menschen in jedem Alter werden günstige, barrierefreie Wohnungen gebraucht. Sie sollen das Zusammenleben fördern. Kommunale oder gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften können für ein ausreichenden Angebot sorgen. 

Die Veränderung des Klimas beeinflusst in immer stärkerem Maße unsere Gesundheit. Hitzeschutzpläne, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, die Schaffung von Hitzeinseln sind unverzichtbare kommunale Aufgaben zur Gesunderhaltung der Bevölkerung.

Öffentlicher Gesundheitsdienst

Mit den Gesundheitsämtern haben die Landkreise eine wichtige Einrichtung zum Schutz, zur Koordination und Beratung.  Dazu gehören neben der Seuchenüberwachung so wichtige Aufgaben, wie die Jugendzahnpflege, Schuluntersuchungen, die Unterstützung besonders vulnerabler Personengruppen, Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung, Zusammenarbeit im Rahmen von kommunalen Gesundheitskonferenzen und die Umweltmedizin. Es ist für gesunde Städte und Gemeinden erforderlich, dass die Beratung der Bevölkerung, sowie in Schulen, Kindertageseinrichtungen etc. regelmäßig erfolgt. Dazu sind die Gesundheitsämter personell und technisch in die Lage zu versetzen.

Ambulante Versorgung 

Ambulanten Pflegedienste, Hausärzte und Kinderärzte sind unverzichtbar zur Gesundheitsförderung und Prävention. Daseinsvorsorge bedeutet hier, dass Städte und Gemeinden ihre Mitverantwortung wahrnehmen, diese tragende Säule der Infrastruktur zu erhalten. Dazu gehören auch ein zusätzliches Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot für Gesundheitsfachpersonal, bezahlbarer Wohnraum insbesondere für Auszubildende und die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. 

Krankenhaus

Krankenhausversorgung gehört ebenfalls zur Daseinsvorsorge und muss deshalb wieder zu einem Schwerpunkt der öffentlichen Hand und damit vor allem der Kommunen und Landkreise werden. Das Ziel muss es sein, eine bedarfsgerechte, zukunftsfähige und funktionierende Krankenhausversorgung sowohl auf dem Land als auch in den Ballungsräumen durch die öffentliche Hand sicherzustellen. Da Landkreise und Kreisfreie Städte den Sicherstellungsauftrag für die stationäre medizinische Versorgung haben, tragen sie immer ein hohes Risiko, wenn z.B. private Betreiber aus finanziellen Gründen ihre stationäre Versorgung einstellen oder einschränken. 

Pflege

Der Anteil älterer Menschen wird in den nächsten Jahren stark ansteigen. Auch mit einem Anstieg der Pflegebedürftigen ist zu rechnen. Für die Städte und Gemeinden ist dies eine große Herausforderung. 

Kommunale Infrastruktur im Bereich Mobilität, Nahversorgung, Wohnen, Sport und Freizeit kann mithelfen, der Pflegebedürftigkeit präventiv zu begegnen. Wenn viele Menschen auch im Alter zu Hause wohnen können, hätte dies neben gewonnener Lebensqualität auch Auswirkungen auf die finanziellen Spielräume der Landkreise und kreisfreien Städte. Deshalb ist es erforderlich die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung bis ins hohe Alter zu erhalten. Städte und Gemeinden können dazu wichtige Beiträge leisten. 

Pflegestützpunkte sind ein neutrales Angebot zur wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung der Bevölkerung bei Fragen zur individuell passenden pflegerischen Versorgung. Sie sollten für Pflegebedürftige und deren Angehörige überall erreichbar sein.

 

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